
Die Union für das Mittelmeer (Union pour la Méditerranée) wurde am 13. Juli 2008 in Paris gegründet. Zu den Mitgliedern zählen die 27 EU-Mitgliedsstaaten, 14 Mittelmeeranrainerstaaten sowie Mauretanien und Jordanien. Libyen nimmt wie bereits im sogenannten Barcelona-Prozess (Euro-mediterrane Partnerschaft) lediglich einen Beobachter-Status ein.
Die neuen Partner wollen generell Frieden, Demokratie und wirtschaftlichen Fortschritt voranbringen, wie es in der Abschlusserklärung heisst. Zudem einigten sich die Teilnehmer des Gründungsgipfels auf sechs konkrete Projekte: die Säuberung des Mittelmeers, die Einrichtung von transnationalen Schifffahrtsstrassen und Autobahnen, die Schaffung eines gemeinsamen Katastrophenschutzes, ein Energie-, ein Bildungs- und ein Mittelstandsprojekt. Deutsche und Franzosen wollen zudem gemeinsam mit den Südländern einen „Plan für Sonnenenergie“ entwickeln.