
Am 9. Juli 2011 erklärte der Südsudan als 54. Staat des afrikanischen Kontinents seine Unabhängigkeit. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg mit Millionen von Toten war 2005 ein Abkommen geschlossen worden, das die Basis für die Unabhängigkeit des Landes legte. Die Einigung markierte einen Schlussstrich unter dem Konflikt zwischen dem arabisch geprägten Norden und dem überwiegend von Schwarzafrikanern bewohnten Süden. Im Februar 2011 hatte eine überwältigende Mehrheit der Südsudanesen für die Abspaltung vom Norden gestimmt. Zwischen 1972–1983 und von 2005–2011 war der Südsudan eine autonome Region des Sudan.
Der Südsudan ist flächenmäßig etwa doppelt so groß wie Deutschland, hat jedoch nur etwa ein Zehntel von dessen Einwohnerzahl. Im Norden ist das Land durch Savannen und Trockenwälder geprägt, im Süden durch tropischen Regenwald. Der Weiße Nil durchfließt das Land und bildet das Sumpfland Sudd. Der Nilnebenfluss Bahr al-Arab bildet grob den nordwestlichen Teil der Grenze zum Nordsudan. Im äußersten Südosten liegt das Ilemi-Dreieck, das vom Südsudan, von Kenia und Äthiopien beansprucht wird. Im Zensus von 2008 wurden für den Südsudan rund 8,26 Mio. Einwohner gezählt, was zu diesem Zeitpunkt 22 % der Bevölkerung des ehemaligen Gesamtsudans entsprach.
- Karte in höherer Auflösung anschauen…
- Karte verlinken…
- Karte weiterempfehlen…
- Abdruckrechte an Karte erwerben…
- Mehr Informationen zum Thema…